
Silke Bucher ist Assistentin am Lehrstuhl Prof. Dr. Rüegg-Stürm und wissenschaftliche Mitarbeiterin im Forschungsprogramm „HealthCare Excellence“. Zusammen mit Kollegen hat sie in feldnahen, longitudinalen Forschungsprojekten strategische Wandelprozesse in Krankenhäusern begleitet, darunter eine Fusion, die Einführung einer medizinischen Innovation und Initiativen des Prozessmanagements.
Derzeit verfasst sie ihre Dissertation, die sich dem Thema der Stabilisierung in Zeiten tiefgreifender organisationaler Veränderungen widmet. In Umkehrung zur sprichwörtlichen Einsicht, dass Stabilität immer auch Wandel erfordert, geht die Arbeit davon aus, dass Wandel immer auch Stabilisierung erfordert. Dies gilt insbesondere für Krankenhäuser, die bereits zur Bewältigung eines hoch anspruchsvollen, ungewissen und möglichst "fehler"freien Alltags fortlaufend wesentliche Stabilisierungsleistungen erbringen müssen. Die Dissertation geht vor diesem Hintergrund der Frage nach, auf welche Weise unterschiedliche Bearbeitungsformen von Wandel neben der Initiierung von Veränderungen die immer auch notwendigen Stabilisierungsleistungen gewährleisten können.
Neben der Forschung engagiert sich Silke Bucher in der Lehre und in der Universitätsorganisation. Sie hat über mehrere Semester Übungsgruppen geleitet und im Sommer 2006 das „Ausbildungsprogramm Hochschuldidaktik“ abgeschlossen. Derzeit vertritt sie die Studentenschaft in der Programmkommission des interdisziplinären Doktorats-Programms "Organisation und Kultur".
Ihre wissenschaftliche Ausbildung erfolgte an der Katholischen Universität Ingolstadt-Eichstätt und der Ecole de Hautes Etudes Commerciales Du Nord, Lille, wo sie Betriebswirtschaftslehre studiert und mit dem Schwerpunkt „Organisation“ abgeschlossen hat. Im Jahr 2008 nahm sie die Gelegenheit zu einem zweimonatigen Forschungsaufenthalt bei Ann Langley, Professorin für Strategie, HealthCare Management und Forschungsmethoden an der HEC, Montréal, Kanada, wahr. Durch die Tätigkeit in einer Arztpraxis ist sie bereits neben dem Studium ihrem Interesse für medizinische Kontexte und Fragestellungen nachgegangen. Geblieben ist auch ihr Faible für Tanz, Klavierspielen und Berge.