
Das Projekt begleitete die Einführung eines neuen, professionsübergreifenden Behandlungsregimes in einer chirurgischen Klinik. Das Behandlungsregime ermöglichte über die Verkürzung der Rehabilitationsdauer sowohl eine optimierte Behandlung von Patienten als auch eine vorausschauende Vorbereitung auf die in der Schweiz absehbare Einführung von Fallpauschalen.
Zur Einführung des neuen Behandlungsregimes war die enge Zusammenarbeit zwischen Chirurgie, Anästhesie und insbesondere der Pflege ein entscheidender Erfolgsfaktor. Hinzu kam in diesem Fall, dass sich die Einführung nicht wie sonst üblich, auf zuvor abschliessend definierte Behandlungsrichtlinien beziehen konnte. Diese mussten vielmehr in der beginnenden Behandlungspraxis mit entwickelt und konkretisiert werden. Mit anderen Worten fiel die Praxis mit ihrer Entwicklung zusammen.
Forschungsseitig ergaben sich daraus folgende Fragen:
Ergebnisse
Der Projektverlauf zeigte folgende Bewältigungsformen:
Beteiligte Forschende
Silke Bucher, Harald Tuckermann
Forschungszeitraum
Empirische Erhebung: April 2004 bis Dezember 2005; Theoretische Aufarbeitung: seit Juli 2005
Veröffentlichungen & Arbeitspapiere
Eine ausführlichere Fassung der Ergebnisse in:
Rüegg-Stürm, J., Tuckermann, H. et al. (2009): Management komplexer Wertschöpfungsprozesse im Gesundheitswesen: Vernetzung beginnt in der Organisation, in: Amelung, V., Sydow, J., Windeler A. (Hrsg.): Vernetzung im Gesundheitswesen - Wettbewerb und Kooperation, Stuttgart: Kohlhammer
Tuckermann, H., Bucher, S., von Arx, W., Rüegg-Stürm, J.: Organizational Change in Hospitals: Managing the Dynamic Interplay of Multiple Discourses. The 21st EGOS (European Group for Organization Studies) Colloquium 2005, Berlin, Germany